Reglement
PASSIONE ENGADINA 2025
Beschreibung der Veranstaltung
Die Passione Engadina Rallye ist eine touristische Veranstaltung mit Gleichmäßigkeitsprüfungen für historische Automobile. Basierend auf den gesammelten Strafpunkten bei den vorgesehenen Prüfungen und dem damit verbundenen Klassement findet die Siegerehrung nach den in diesem Reglement beschriebenen Kriterien statt. Diese gründen auf den Leitlinien des internationalen Reglements der FIVA (Federation Internationale Vehicules Anciens – www.fiva.org). Der Geist der Passione Engadina ist der einer Gentleman-Rallye.
Veranstaltung
Veranstalter: Passione Engadina AG
Veranstaltungs-Leiter: Paolo Spalluto
Name der Veranstaltung: Passione Engadina 2025
Rallye-Manager: Renato Bernardi
Rallye-Leiter und Roadbook: Umberto Ferrari
Zeitnahme-Obmann: Gloria Bertoldo
Zeitnahme-Team: FICR Federazione Italiana dei Cronometristi (Offizieller Italienischer Zeitnehmer-Verband)
Datum: 21. – 24. August 2025
Rallye-Büro
Für jegliche Informationen und / oder Anliegen, mit Ausschluss von mit der Rallye verbundenen technischen bzw. den Rallyesport betreffenden Fragen, steht Frau Barbara Lazzati den Fahrern und Beifahrern zur Verfügung.
E-Mail: lazzati@passione-engadina.ch
Tel.: +41 79 156 95 36
Straßenverkehrsordnung
Auf der gesamten Strecke und während der Gesamtdauer der Veranstaltung gelten sowohl innerhalb als auch außerhalb geschlossener Ortschaften die Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung. Es gibt absolut keine Ausnahmen in Bezug auf die Einhaltung der Normen der Straßenverkehrsordnung. Das Fahren der Automobile erfolgt unter alleiniger Verantwortung des jeweiligen Fahrers. Die Fahrtzeiten wurden unter Berücksichtigung des Straßenzustandes, der Geschwindigkeitsbegrenzungen, der Ampeln, Bahnübergänge und aller weiteren Beschränkungen berechnet.
Der Komiteeorganisation vonseiten der Polizei oder dem für die Aufsicht verantwortlichen Personal mitgeteilte Verstöße gehen einzig und allein zu Lasten des Konkurrenten und können zum Ausschluss von der Veranstaltung und der Gesamtwertung führen. Wir vertrauen dem Verantwortungsbewusstsein aller Teilnehmer und darauf, dass das korrekte Verhalten jedes einzelnen zum Erfolg der Veranstaltung selbst beiträgt.
Zugelassene Fahrzeuge
Zugelassen sind alle historischen italienischen Klassiker und zugelassene Porsche Modelle, die vor dem 31. Dezember 1994 gebaut wurden.
Die Automobile werden in nachstehende Fahrzeugkategorien eingeteilt, die sich nach dem Baujahr des Autos richten:
- Klassen A + B + C + D + E gebaut ab 01/01/1905 bis 31/12/1960
- Klasse F gebaut ab 01/01/1961 bis 31/12/1970
- Klasse G gebaut ab 01/01/1971 bis 31/12/1980
- Klasse H gebaut ab 01/01/1981 bis 31/12/1990
- Klasse I gebaut ab 01/01/1991 bis 31/12/1995
- Klasse Sportscar ab 01/01/1996
Ein Fahrzeugwechsel, aus welchem Grund auch immer, ist untersagt. Möchte ein Konkurrent trotzdem mit einem anderen Fahrzeug weiterfahren, wird ihm dies als Gastfahrer gestattet, er gilt jedoch als „zurückgetreten“ und wird von der Gesamtwertung der Gleichmäßigkeitsprüfung ausgeschlossen. In diesem Punkt gibt es absolut keine Ausnahmen.
Über eventuelle Fahrzeugwechsel ist der Veranstalter schriftlich bis spätestens 10. August 2025 in Kenntnis zu setzen. Es unterliegt dem alleinigen Ermessen des Veranstalters, den Wechsel des Fahrzeuges zu akzeptieren oder nicht.
Registrierung
Donnerstag, 21. August, im Kulm Country Club St. Moritz.
Die Autos aller Teams werden mit Hilfe des Personals der Passione Engadina eingeparkt und zur Schau gestellt.
Die Ausgabe der Rallyeschilder, der an den Seiten anzubringenden Startnummern, der Nummern für die Windschutzscheibe und des Roadbooks erfolgt zwischen 14:00 und 16:00 Uhr.
Die Startnummern müssen links und rechts auf den Türen/Seiten und die für die Windschutzscheibe bestimmte Nummer oben rechts und von außen gut sichtbar angebracht werden.
Die Anbringung der frontalen Startnummer an der Windschutzscheibe ist obligatorisch, während die seitlichen Startnummern erwünscht sind. Die Nichtbeachtung dieser Kennzeichnungspflicht führt zum Ausschluss aus der Gesamtwertung der Rallye.
Die Anbringung der Metallplakette hingegen ist freiwillig und liegt im Ermessen jedes einzelnen Teams.
Eine eigene Berichtigung oder der Verlust der ausgehändigten Dokumentation verleiht in keinster Weise das Recht auf Erhalt von Duplikaten.
Rallye-Leitung – Klassement-Komitee – Offizieller Aushang
Sitz des Klassement-Komitees ist im Kulm Hotel, St. Moritz.
Drivers‘ Briefing
Das Briefing des Rallye-Leiters wird ausschließlich in schriftlicher Form und zusammen mit dem Roadbook ausgehändigt; der Rallye-Leiter steht während des Audits und bei der Rallye-Leitung zur Klärung sämtlicher Angelegenheiten zur Verfügung.
Roadbook
Die Zusammenstellung und Fassung des Roadbooks ist zwischen Juni und Juli 2025 erfolgt. Jede wesentliche Änderung, die nach dem Druck erfolgen sollte, wird von der Veranstaltungsleitung über Informationsschreiben oder beim Briefing bekanntgegeben. Etwaige kleinere Änderungen oder unvorhersehbare Zwischenfälle gehören zur Natur einer Rallye und sind von den Teams in Eigeninitiative zu lösen.
Die Seiten des Roadbooks über den Streckenverlauf sind für jeden einzelnen Streckenabschnitt fortlaufend nummeriert, unter Angabe der Gesamtseitenzahl des betreffenden Abschnitts; es wird empfohlen zu kontrollieren, dass beim Layout keine Fehler unterlaufen sind und / oder dass nichts fehlt. Die angegebenen Entfernungen wurden mit einem GPS BLIZZ TRIPY II ermittelt und auf Landkarten sowie bei Google akribisch kontrolliert. Die angegebene Kilometerzahl könnte teilweise von der mit dem Tripmaster, die über seine in den Oldtimern eingebaute Sonde ermittelt wird, minimal abweichen. Jedem Team wird beim Drivers‘ Briefing ein Roadbook ausgehändigt. Bei eventuellem Verlust wird eine Gebühr von CHF. 100.- für den Ersatz erhoben.
Chronometer und Tripmaster an Bord der Wagen zur Messung und Aufzeichnung der Zeiten und der Distanzen
CHRONOMETER
Die Zeitmessung an Bord der Fahrzeuge für Gleichmäßigkeitsprüfungen muss mit vollständig mechanischen oder analogen Stoppuhren mit Zeigern oder mit digitalen Stoppuhren erfolgen.
Es ist verboten, Folgendes zu verwenden:
- jedes Instrument, das den Countdown der Sekunden der für die Veranstaltung festgelegten Zeit ermöglicht,
- jede Form von Scanning (z. B. akustisch, optisch, durch elektrische Vibration usw.), das in der Lage ist, den Rhythmus und die Frequenz der verstreichenden Sekunden direkt von der Uhr (auch wenn es sich um einen zulässigen Typ handelt) an den Fahrer oder Beifahrer zu übertragen. Zulässig ist lediglich das vom Beifahrer verbal oder mechanisch (z. B. durch Klopfen mit der Hand auf das Armaturenbrett) erzeugte Scannen. Der Rhythmus muss dabei ausschließlich aus der optischen Ablesung der Zeiger oder Zahlen auf der Stoppuhr abgeleitet werden.
- Kopfhörer, Ohrhörer und Gegensprechanlagen.
- Die Verwendung von Mobiltelefonen, Tablets oder ähnlichen Geräten sowie von Anwendungen ist verboten.
TRIPMASTER
Die Entfernungsmessung an Bord der Fahrzeuge ist nur mit mechanischen oder elektromechanischen Tripmastern sowie mit Smartphone-Apps zulässig.
TACHOMETER (für Durchschnittsgeschwindigkeitsprüfungen)
- Zulässig sind mechanische oder elektromechanische Mediometri sowie spezielle Smartphone-Apps.
Die Nichteinhaltung der Bestimmungen zur Verwendung von Mess- und Zeitmessgeräten führt zur Disqualifikation und zum Ausschluss von der Veranstaltung und den Ranglisten.
Die Rennleitung behält sich das Recht vor, stichprobenartige Kontrollen auf der Strecke durchzuführen, insbesondere wenn sie im Laufe des Rennens Leistungen von Teilnehmern feststellt, die typisch für die Verwendung von hier verbotenen hochentwickelten elektronischen Geräten sind.
Ablauf der Rallye und Streckenverlauf
Kalibrierung
- Der zur Kalibrierung des Tripmeters/Durchschnittsgeschwindigkeitsmessers verwendete Abschnitt befindet sich auf der Kantonsstraße Nr. 27 zwischen Samedan und Bever, wie im „Sektor E” des Roadbooks angegeben.
- Seine Länge beträgt 4.550 Meter, gemessen mit einem Digitech AVE Tripmaster.
- Die Durchschnittsgeschwindigkeitstests (ZR) wurden auf der Grundlage dieser Kalibrierung durchgeführt.
Donnerstag, 21. August: Ladies‘ Cup
- Die Rallye ist ausschließlich Damen vorbehalten (Pilotin und Beifahrerin).
- Das benötigte Rallyematerial wird, nach entsprechender Prüfung und Zulassung, Donnerstagnachmittag im Kulm Country Club ausgehändigt. Treffpunkt zur Austragung der Rallye ist um 15:45 Uhr beim Kulm Country Club.
- Start des ersten Teams ist um 16:00 Uhr.
- Die im Roadbook angegebene Strecke ist insgesamt 27,580 km lang und in zwei identische Sektoren unterteilt, die Manche 1 und Manche 2 entsprechen.
- Jede Mannschaft absolviert einen ersten Durchgang mit 13 Prüfungen, an dessen Ende sich Fahrer und Beifahrer abwechseln müssen, um den zweiten Durchgang zu absolvieren, was insgesamt 26 Gleichmäßigkeitsprüfungen ergibt, wie in der Zeit- und Entfernungstabelle angegeben.
- Bewertungsmaßstab auf 1/10 Sekunde berechnet: n.1 Strafe für jede Zehntelsekunde vor oder nach der vorgeschriebenen Zeit.
- Es gibt n.3 Zeitkontrollen: TC1 Start der ersten Manche, TC 2 Start der zweiten Manche, TC 3 Ankunft; Die stündlichen Kontrollen sind NICHT offiziell und unterliegen keiner Strafe.
- Die Gesamtsumme der in den beiden Läufen kumulierten Strafen bestimmt die Endwertung.
- Zugelassene Stoppuhren: mechanische oder digitale Handuhren ohne Countdown, ohne Tonabtastung;
- Handys und Tablets sind verboten.
- Zugelassene Tripmaster: Mechanische oder elektromechanische; elektronische Tripmaster mit Sonden und/oder GPS sind verboten.
Donnerstag, 21. August: NextGen Cup
- Das Rennen ist reserviert für Crews, die ausschließlich aus zwei Jugendlichen (Fahrer und Beifahrer) bestehen, in Panda 4×4 Classic-Fahrzeugen. Jugendliche sind Teilnehmer, die jünger als 25 Jahre alt sind.
- Die Rennunterlagen werden bei der Akkreditierung und Abnahme am Donnerstagnachmittag im Kulm Country Club abgegeben. Die Rennbesprechung ist um 17:00 Uhr im Kulm Country Club. Der Start der ersten Mannschaft ist um 17:15 Uhr.
- Die im Roadbook angegebene Strecke beträgt 13,770 km, auf der 13 Gleichmäßigkeitsprüfungen gemäß der Zeit- und Entfernungstabelle zu absolvieren sind.
- Die Strafen werden auf die nächste Zehntelsekunde genau berechnet: n.1 Strafe für jede Zehntelsekunde vor oder hinter der vorgeschriebenen Zeit.
- Es gibt 2 Zeitkontrollen: TC1 Start, TC 2 Ankunft; Die stündlichen Kontrollen sind NICHT offiziell und unterliegen keiner Strafe.
- Die Gesamtsumme der Strafpunkte bestimmt die endgültige Wertung.
- Zugelassene Stoppuhren: mechanisch oder digital, manuell, ohne Countdown, ohne Tonabtastung; Handys und Tablets sind verboten.
- Zugelassene Tripmaster: Mechanische oder elektromechanische; elektronische Tripmaster mit Sonden und/oder GPS sind verboten.
Freitag 22. – Samstag 23. August: Julius Baer Rallye
Das Rennen findet an zwei Tagen statt: Freitag, der 22., und Samstag, der 23. August. Die Gesamtlänge der im Roadbook angegebenen Strecke beträgt 350,670 km, davon 241,060 km für Etappe 1 (Sektoren 1 und 2) und 109,610 km für Etappe 2 (Sektor 3).
Etappe 1
- Start des ersten Autos ist um 08:30 Uhr an der Surlej-Brücke. Ziel ist der Flughafen Samedan.
Die Strecke umfasst Zwischenstopps in S-chanf, Zernez, am Flüelapass, in Davos, Filisur, Cunter, Mon, Zorten, Lenzerheide, Tiefencastel, Cunter, Filisur und am Albulapass. Ankunft am Flughafen Samedan.
- In Lenzerheide wird im Bergrestaurant Scharmoin Grill eine Mittagspause eingelegt.
Etappe 2
- Das erste Auto startet um 8:30 Uhr von der Surlej-Brücke. Die Ankunft in St. Moritz erfolgt auf der Via Serlas. Die Strecke führt über Samedan, den Berninapass, San Carlo di Poschiavo und erneut Samedan.
Entlang der gesamten Strecke der beiden Etappen sind folgende Kontrollen vorgesehen:
- 5 Zeitkontrollen pro Minute (T.C.), nicht offiziell und nicht strafbar
- 79 Gleichmäßigkeitsprüfungen auf 1/10 Sekunde genau (R.T.)
- 3 Durchschnittsgeschwindigkeitskontrollen pro Sekunde (Z.R.)
- 1 Stempelkontrolle (C.T.)
- T.-Strafen werden auf die nächste Zehntelsekunde gerundet: 1 Strafpunkte für jede Zehntelsekunde vor oder hinter der vorgegebenen Zeit.
- 79 Gleichmäßigkeitsprüfungen auf die 1/10-Sekunde genau (R.T.): 1 Strafpunkte für jede Zehntelsekunde vor oder hinter der vorgegebenen Zeit.
- 3 Durchschnittsgeschwindigkeitskontrollen pro Sekunde (Z.R.): 1 Strafpunkte pro Sekunde zu früh oder zu spät am geheimen Kontrollpunkt. Die Anzahl der geheimen Kontrollpunkte für jede Prüfung ist in der Zeit- und Entfernungstabelle sowie im Roadbook angegeben.
Samstag, 23. August: Eleganza in Movimento
Die Teilnahme an der Ausstellung in der Via Serlas in St. Moritz ist obligatorisch und findet von 12:00 bis ca. 16:30 Uhr statt. Teams, die nicht teilnehmen, werden automatisch aus der Rangliste ausgeschlossen. Die Marshals stehen zur Verfügung, um bei der Positionierung der Fahrzeuge und deren Sicherung zu helfen. Die Organisatoren lehnen jegliche Verantwortung für in den Fahrzeugen zurückgelassene Gegenstände ab. Dies gilt für die Zeit der Ausstellung sowie für die gesamte Dauer der Veranstaltung. Der Fahrer haftet in vollem Umfang für Schäden oder Diebstahl.
Offizielle Zeit und Abfahrtszeit
- Die Synchronisation der Zeitmesssysteme erfolgt über UTC (GPS).
- Die offizielle Startzeit für jede Etappe wird täglich am Start auf der Renntafel bekannt gegeben. Dies ist kein offizieller Zeitplan, weshalb keine Strafen verhängt werden. Es wird jedoch dringend empfohlen, sich daran zu halten, um einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten.
Ladies‘ Cup
- Der Start der Teilnehmerinnen ist n.1 Auto jede Minute.
NextGen Cup
- Der Start der Teilnehmer ist 1 Auto jede Minute.
Julius Baer Rallye
- Der Start der Teilnehmer erfolgt mit zwei Autos in derselben ersten Minute (Start im Abstand von 30 Sekunden).
Regelmäßigkeitstests
Zeitkontrolle Sektoren – T.C. (Time Control)
- Jeder Sektor beginnt und endet mit einer minutengenauen Zeitkontrolle (T.C.), die NICHT offiziell ist und daher nicht mit Strafpunkten belegt wird. Es wird dringend empfohlen, diese einzuhalten, um den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten.
Gleichmäßigkeitsprüfungen– R.T. (Regularity Trial)
- Entlang der Strecke sind 79 aufeinanderfolgende Gleichmäßigkeitsprüfungen mit vorgegebener Zeit und einer Zeitmessung auf die 1/10 Sekunde genau vorgesehen. Jede Zehntelsekunde Vor- oder Nachlauf führt zu einer Strafe.
- Die Zeitmessung erfolgt über einen Druckschalter, der aus einem quer zur Fahrtrichtung auf dem Boden liegenden Rohr besteht, das mit der Stoppuhr verbunden ist und die Zeit misst, sobald es von den Vorderrädern des Fahrzeugs überrollt wird.
- Die Prüfungen sind miteinander verbunden, d. h. es handelt sich um eine Abfolge von Prüfungen unterschiedlicher Länge, wobei das Ende einer Prüfung mit dem Beginn der nächsten zusammenfällt.
- Der Start der Prüfung ist nicht festgelegt und gilt daher als „frei”; jeder Teilnehmer entscheidet selbst, wann er innerhalb von 5 Sekunden nach dem Start durch den Zeitnehmer startet. Die Zeitmessung wird aktiviert, wenn die Vorderräder des Fahrzeugs auf das am Boden liegende, mit der Stoppuhr verbundene Gummischlauch drücken.
- Die Liste der Prüfungen, die entsprechenden Entfernungen und die vorgeschriebenen Fahrzeiten sind in der dem Roadbook beigefügten „Tabelle Zeiten/Entfernungen” angegeben.
- Die einzelnen Prüfungen sind mit einem gelben Vorwarnschild gekennzeichnet, das in einem Abstand von 25 bis 300 m vom roten Schild, das die Messlinie anzeigt, aufgestellt ist.
- Das beigefarbene Schild mit dem Durchstrich zeigt das Ende des Messbereichs an. Bei verketteten Prüfungen mit einer Länge von weniger als 300 m werden das gelbe Vorwarnschild und das beigefarbene Schild zum Ende der Prüfung nicht verwendet. Auf dem Abschnitt zwischen dem gelben Schild zum Beginn und dem beigen Schild zum Ende der „Messzone” ist das Anhalten (Stillstand des Fahrzeugs) verboten, außer bei Fahrzeugpannen; in diesem Fall muss das Fahrzeug so bewegt werden, dass es die nachfolgenden Teilnehmer nicht behindert.
- Es ist verboten, sich aus dem Fahrzeug zu lehnen. Bei Feststellung eines solchen Verhaltens wird die Besatzung bestraft.
- Es ist verboten, die Durchfahrt eines anderen Teilnehmers zu blockieren oder zu behindern und/oder andere Besatzungen zu beschädigen, die in den Test-/Messbereichen tätig sind.
Durchschnittsgeschwindigkeitsprüfungen – Z.R. (Average Speed Trial)
- Als Durchschnittsgeschwindigkeitsprüfungen (Z.R.) werden diejenigen Streckenabschnitte bezeichnet, auf denen eine vorgegebene Durchschnittsgeschwindigkeit einzuhalten ist, die in der Tabelle „Zeiten und Entfernungen” und im Roadbook angegeben ist.
- Der Start- und Endpunkt sind im Roadbook und vor Ort mit einem roten Schild gekennzeichnet.
- An geheimen Punkten werden Messungen durchgeführt, um zu überprüfen, ob die vorgegebene Geschwindigkeit seit dem Start konstant eingehalten wurde. (Es wird nicht die Geschwindigkeit an diesem Punkt gemessen, sondern die Durchschnittsgeschwindigkeit seit dem Start).
- Die Durchfahrtszeit wird auf die Sekunde genau gemessen und durch das GPS-Tracker-Gerät, das während der Vorabkontrollen installiert wurde, abgerundet. Gegen diese Messung kann kein Einspruch erhoben werden.
- Die Anzahl der geheimen Messungen ist im Roadbook und in der Tabelle „Zeiten und Entfernungen” angegeben.
- In den ersten 500 Metern nach dem Start finden KEINE Messungen statt, da diese dazu dienen, das Fahrzeug auf die festgelegte Geschwindigkeit zu bringen, die konstant gehalten werden muss.
- STARTMODUS: Kurz vor Beginn der Prüfung muss am gelben Schild angehalten und auf das Startsignal des Rennleiters gewartet werden; der Startpunkt der Prüfung ist durch das rote Schild etwas weiter vorne gekennzeichnet und muss ohne anzuhalten passiert werden.
- Es ist strengstens verboten, am roten Schild anzuhalten, um das eigene Prüfungsergebnis nicht zu beeinträchtigen.
Stempelkontrolle – C.T./D.K. (Durchfahrtskontrolle)
Diese bestehen aus Transitkontrollen entlang der Route. Bei der Ankunft an der Kontrolle muss die Zeitkarte vorgelegt werden, auf der der Rennleiter einen Stempel anbringt.
Einrichtung der Messstellen
Die Zeitnehmer richten die Messstellen exakt 15 Minuten vor der Soll-Durchfahrtszeit des ersten gestarteten Fahrzeugs ein.
Es sind keine Ausnahmen vorgesehen und jene Fahrzeuge, die zu früh ankommen, müssen warten, bis zur angegebenen Zeit die Durchfahrt offiziell freigegeben wird, ohne die anderen Fahrzeuge zu behindern.
Schließung der Messstellen
Die Zeitnehmer bleiben bis exakt 15 Minuten nach der Soll-Durchfahrtszeit des letzten gestarteten Fahrzeugs auf ihren Posten.
Strafpunkte
Die Verteilung der Strafpunkte erfolgt nach folgenden Kriterien:
-
- Gleichmäßigkeitsprüfungen (R.T.) auf die Zehntelsekunde genau:
- 1 Strafpunkt für jede Zehntelsekunde zu früh oder zu spät in Bezug auf die vorgeschriebene Zeit, höchstens jedoch
300 Strafpunkte. - Für jede nicht absolvierte Prüfung 500 Strafpunkte.
- 1 Strafpunkt für jede Zehntelsekunde zu früh oder zu spät in Bezug auf die vorgeschriebene Zeit, höchstens jedoch
- Gleichmäßigkeitsprüfungen (R.T.) auf die Zehntelsekunde genau:
-
- Zeitkontrollen (T.C./Z.K):
-
- Keine Strafpunkte
-
- Stempelkontrolle (C.T./D.K.):
-
- Das Fehlen eines Stempels auf der Bordkarte entspricht einer Nichtdurchfahrt und führt zu 500 Strafpunkten.
-
- Zeitkontrollen (T.C./Z.K):
-
- Anhalten des Fahrzeugs zwischen dem gelben Schild und dem beigen Schilder mit Querstreifen:
-
- 100 Strafpunkte, Zeitkontrollen (T.C./Z.K.) und Stempelkontrollen (C. T.) nicht inbegriffen, wenn Sie anhalten müssen, damit die Zeitnehmer/Streckenposten eine Notiz auf dem Fahrplan machen können.
-
- Anhalten des Fahrzeugs zwischen dem gelben Schild und dem beigen Schilder mit Querstreifen:
-
- Passieren einer Kontrolle in entgegengesetzter Richtung:
-
- Ausschluss aus der Wertung.
-
- Passieren einer Kontrolle in entgegengesetzter Richtung:
-
- Reiseplan:
-
- Die Nichtvorlage des Reiseplans am Ende jeder Etappe gilt als „Rückzug” und führt zum Ausschluss aus der Etappenwertung.
-
- Reiseplan:
-
- Verstoß gegen Verkehrsregeln und unsportliches Verhalten:
-
- Ausschluss aus der Wertung
-
- Verstoß gegen Verkehrsregeln und unsportliches Verhalten:
Aus Sicherheitsgründen ist es strengstens verboten, sich aus den Fenstern zu lehnen; bei Nichtbeachtung erfolgt der Ausschluss aus der Wertung.
Alle anderen hier nicht aufgeführten Umstände, die jedoch als Verstoß angesehen werden, werden nach dem unanfechtbaren Ermessen des Rennleiters bewertet.
Koeffizienten
Um den unterschiedlichen Leistungen der ältesten und der neuesten Fahrzeuge Rechnung zu tragen, werden die Strafen durch Anwendung des folgenden Multiplikators erhöht: 1,XX, wobei XX den letzten beiden Ziffern des Produktionsjahres des Fahrzeugs entspricht, und 2,XX, wobei XX den letzten beiden Ziffern des Herstellungsjahres für Fahrzeuge entspricht, die ab dem Jahr 2000 gebaut wurden.
Beispiel:
Autojahr 1957.
Koeffizient 1,57
Netto-Strafpunkte für das Rennen 250
Gesamtstrafen für die Rangliste 250×1,57=392,50
Sicherheit
Aus Sicherheitsgründen ist es den Fahrern untersagt, alleine am Rennen teilzunehmen, d.h. sie können zwar an der Veranstaltung teilnehmen, werden aber von der Wertung ausgeschlossen.
Rangliste
Basierend auf den unter Berücksichtigung der Koeffizienten berechneten Strafpunkte, werden folgende Ranglisten angeführt:
Ladies’ Cup
- Gesamtwertung der Strafen nur ohne den Koeffizienten 1.XX Autojahr
NextGen Cup
- Gesamtwertung der Strafen nur ohne den Koeffizienten 1.XX Autojahr
Julius Bär Rallye
- Gesamtwertung mit Koeffizient Baujahr 1,XX oder 2,XX
- Wertung jeder einzelnen Fahrzeugkategorie mit Koeffizient Baujahr 1,XX oder 2,XX
Bei Punktgleichheit wird das Team zum Sieger erklärt, das bei der ersten Gleichmäßigkeitsprüfung das beste Ergebnis erzielte. Sollte auch dann noch Gleichheit bestehen, werden die Ergebnisse der nachfolgenden Prüfungen herangezogen.
Die Konkurrenten haben die Möglichkeit, die Ergebnisse und Klassements auf der Webseite der „Federazione Italiana Cronometristi“ http://regolarita.ficr.it/ (die entsprechende Rallye auswählen, Tempo, Name des Piloten) zu überprüfen.
Während der Gesamtdauer der Rallye können die Resultate und Klassements auch auf unserer Homepage www.passione-engadina.cheingesehen werden.
Beanstandungen und Einsprüche
Die Teilnehmer können eine Kontrolle der angegebenen Zeiten beantragen, sollten sie der Auffassung sein, diese stimmten nicht mit den ermittelten überein. Die Beanstandung muss der Rallye-Leitung auf dem dem Roadbook beigelegten Formular ausschließlich schriftlich vorgelegt werden; sie kann auch zunächst informell per Telefon angekündigt werden.
Die Beanstandung muss der Rallye-Leitung für jeden einzelnen Rallye Tag innerhalb von 30 Minuten nach Veröffentlichung des letzten Ergebnisses an der offiziellen Aushangtafel weitergeleitet werden.
Es werden keine Einsprüche wegen Hindernissen, Behinderungen oder anderen Zwischenfällen, die während der Prüfungen auftreten können, akzeptiert. Diese Vorkommnisse sind von den Teams mit Geschick und Eigeninitiative sowie im Bewusstsein, dass Schwierigkeiten Teil des Spiels sind, zu bewältigen. Die Beachtung der Straßenverkehrsordnung steht auch hier stets im Vordergrund.
Die Bewertung und das Ergebnis der beantragten Überprüfung liegt im alleinigen Ermessen der Rennleitung, die mit dem Klassement-Komitee zusammenarbeitet. Aufgrund der Art der Veranstaltung sind keine weiteren Einsprüche zulässig.
Siegerehrungen
Ladies’ Cup
- Die drei bestplatzierten Teams der Gesamtwertung
NextGen Cup
- Der bestplatzierte Team der Gesamtwertung
Julius Bär Rallye
- Die drei bestplatzierten Teams der Oldtimer-Gesamtwertung
- Das erstplatzierte Team jeder einzelnen Fahrzeugkategorie
- Das bestplatzierte Team in der Durchschnittsgeschwindigkeitsprüfungen
Eleganza in Movimento
- Preis Colpo di Fulmine – Liebe auf den ersten Blick
- Die jeweiligen Sieger jeder Fahrzeugkategorie
Versicherung
Die Versicherung des Fahrzeugs, der Passagiere und des Fahrers sowie die Haftpflichtversicherung liegen in der alleinigen Verantwortung der Fahrer. Das Fahren während der Veranstaltung unterliegt den Bestimmungen des Schweizer Strassenverkehrsgesetzes. Auch hier wird die Organisation besonders aufmerksam sein.
Haftungsausschluss
Der Teilnehmer, sowohl der Fahrer als auch der Beifahrer, erklärt hiermit:
- sich aller möglichen Risiken bewusst zu sein, die während der Passione Engadina auftreten können;
- die persönliche und ausschließliche Verantwortung für alle zivil- und strafrechtlichen Konsequenzen zu übernehmen, die sich aus der Teilnahme an oben genannter Veranstaltung ergeben könnten;
- mit der Anmeldung alle Bedingungen des Veranstalters und insbesondere das Reglement der „Passione Engadina” zu akzeptieren;
- den Veranstalter, sein Personal, seine Helfer und Mitarbeiter von jeglicher Haftung für Schäden körperlicher und geistiger Art sowie für Sachschäden, die Folge der Durchführung der Veranstaltung sein könnten, zu entbinden.
Absage des Treffens – Disqualifikationen
Das Treffen wird unter allen Wetterbedingungen stattfinden, die in Bezug auf die teilnehmenden Autos zumutbar sind. Schnee, Regen oder Ausnahmesituationen können zu Änderungen der geplanten Route führen und werden bei Auftreten derselben den Teams mitgeteilt. Gefährliches Fahren sowie Nichtbeachtung von Verkehrszeichen oder Verkehrsregeln werden mit Disqualifikation bestraft.
Änderungen im vorliegender Reglement sind möglich, das im Roadbook veröffentlicht ist massgebend.
PASSIONE ENGADINA AG
St. Moritz, den 5. August 2025
Umberto Ferrari
Renato Bernardi




